Bran­chen­ex­per­ti­se

Konzepte und Unterlagen für Verbände, Stiftungen und Organisationen

Verbände, Stif­tun­gen, NGOs und Or­ga­ni­sa­tio­nen des öf­fent­li­chen Sektors brauchen andere Unter­lagen als ge­winn­ori­en­tier­te Un­ter­neh­men — aber nicht weniger profes­sionelle. PITCH & PAPER erstellt Konzepte, die Gremien über­zeugen, För­der­mit­tel sichern und stra­te­gi­sche Klarheit schaffen.

Sektor-Spektrum: Öffentlicher Sektor mit gGmbH, Verein, Stiftung und Vergabe-Logik
Dokument-Si­tua­tio­nen

Typische Anlässe im öffentlichen Sektor

Welche Unterlage für welche Situation. Ori­en­tie­rung vor der Erst­ein­schät­zung.

Situation Emp­foh­le­ne Unterlage
Verband oder Bran­chen­ver­ei­ni­gung gründen Grün­dungs­kon­zept + Finanz­plan mit Mit­glie­der­lo­gik
Stif­tungs­grün­dung und Sat­zungs­er­stel­lung Stif­tungs­kon­zept mit Finanz- und Zweck­be­schrei­bung
För­der­mit­tel­an­trag (Bund, Land, EU, Stif­tun­gen) Förder­antrag mit Wir­kungs­nach­weis
Gremium, Ku­ra­to­ri­um oder Mit­glie­der­ver­samm­lung Entscheidungs­vorlage für Gremien
Stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung oder Po­si­tio­nie­rung Stra­te­gie­pa­pier + Po­si­tio­nie­rungs­pa­pier
Wirkungs-, Jahres- oder Trans­pa­renz­be­richt Corporate Dokumente inkl. Wirkungs- und Nach­hal­tig­keits­be­richt

Andere Logik, gleicher Anspruch

Or­ga­ni­sa­tio­nen des öf­fent­li­chen Sektors sind keine ge­winn­ori­en­tier­ten Un­ter­neh­men — aber sie brauchen profes­sionelle Unter­lagen:

Verbände brauchen Stra­te­gie­kon­zep­te, Po­si­ti­ons­pa­pie­re und Haus­halts­pla­nun­gen, die Vorstände und Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen über­zeugen.

Stif­tun­gen brauchen Grün­dungs­kon­zep­te, Sat­zungs­ent­wür­fe und Finanz­planungen, die das Stif­tungs­recht (BGB, Lan­des­stif­tungs­ge­set­ze) be­rück­sich­ti­gen.

NGOs brauchen Förder­anträge, Wir­kungs­be­rich­te und Stra­te­gie­pa­pie­re, die Geldgeber und Gremien über­zeugen.

Ge­nos­sen­schaf­ten brauchen Business­pläne und Wirt­schaft­lich­keits­be­rech­nun­gen für die Grün­dungs­prü­fung durch den Prü­fungs­ver­band.

So­zi­al­un­ter­neh­men stehen zwischen Ge­mein­wohl und wirt­schaft­li­cher Trag­fä­hig­keit. Der Business­plan muss beides abbilden — Impact und Ren­ta­bi­li­tät.

Fördermittel und Gremienlogik

För­der­mit­tel. Öf­fent­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen haben Zugang zu spe­zi­fi­schen För­der­töp­fen: EU-Struk­tur­fonds, Bun­des­mit­tel, Lan­des­för­de­rung, Stif­tungs­gel­der. Die An­trags­lo­gik ist oft komplexer als bei ge­werb­li­chen För­de­run­gen.

Gre­mi­en­ent­schei­dun­gen. Vorstände, Auf­sichts­rä­te, Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen, Ku­ra­to­ri­en — Ent­schei­dun­gen werden in Gremien getroffen. Unter­lagen müssen so auf­be­rei­tet sein, dass sie ohne mündliche Er­läu­te­rung über­zeugen.

Trans­pa­renz und Re­chen­schaft. Öf­fent­li­che Or­ga­ni­sa­tio­nen un­ter­lie­gen be­son­de­ren Trans­pa­renz­pflich­ten. Jah­res­be­rich­te, Ver­wen­dungs­nach­wei­se, Wir­kungs­be­rich­te — die Kom­mu­ni­ka­ti­on muss profes­sionell sein.

Po­li­ti­sche Sen­si­bi­li­tät. Im öf­fent­li­chen Sektor ist Sprache besonders sensibel. For­mu­lie­run­gen müssen präzise, sachlich und politisch bewusst sein.

Vergabe-Recht und gemeinnützigkeitsrechtliche Anforderungen

Ver­ga­be­recht. UVgO (Un­ter­schwel­len­ver­ga­be­ord­nung), VgV (Ver­ga­be­ver­ord­nung), VOL/A, GWB Teil 4 — Kommunen und öf­fent­li­che Auf­trag­ge­ber arbeiten entlang formaler Verfahren mit Schwel­len­wer­ten (EU-Schwellen ab 1.1.2026: 216.000 € Liefer-/Dienst­leis­tung klassisch, 5.404.000 € Bau).

Ge­mein­nüt­zig­keit (§§ 51–68 AO). Vereine, gGmbHs und Stif­tun­gen müssen Satzungs- und Tä­tig­keits-Zwecke kon­sis­tent mit dem Ge­mein­nüt­zig­keits-Katalog for­mu­lie­ren. Mit­tel­ver­wen­dungs-Pflicht (zeitnah, max. 35 % Rücklagen), Sphären-Trennung (Zweck­be­trieb, Vermögens­verwaltung, wirt­schaft­li­cher Ge­schäfts­be­trieb).

Wirkungs-Be­richt­erstat­tung. Stake­hol­der erwarten zunehmend SROI-/Wirkungs-In­di­ka­to­ren — über reine Mit­tel­ver­wen­dungs-Nachweise hinaus.

Po­li­ti­sche und kom­mu­ni­ka­ti­ve Sen­si­bi­li­tät. Pres­se­mit­tei­lun­gen, Beirats-/Stif­tungs­rats-Vorlagen und Mit­glie­der-Kom­mu­ni­ka­ti­on folgen einer eigenen Tonalität, die wir in der Er­stel­lung be­rück­sich­ti­gen.

Vergaberecht: GWB, VgV, UVgO und Schwellenwerte

Der öf­fent­li­che Sektor un­ter­liegt einem präzise ge­re­gel­ten Ver­ga­be­recht — vier Re­gel­wer­ke und drei Schwel­len­wer­te bestimmen den Ver­fah­rens­weg.

Oberhalb der EU-Schwel­len­wer­te. Aktuelle Schwellen (gültig 1.1.2026 – 31.12.2027): Bau­leis­tun­gen 5.404.000 €, Liefer- und Dienst­leis­tun­gen 216.000 € (klas­si­sche Auf­trag­ge­ber) bzw. 432.000 € (Sek­to­ren­auf­trag­ge­ber); für oberste Bun­des­be­hör­den 140.000 €. Gilt: GWB 4. Teil, VgV (Ver­ga­be­ver­ord­nung), SektVO, VSVgV. EU-weite Be­kannt­ma­chung im TED-Portal, Ver­fah­rens­trans­pa­renz, Rechts­schutz vor Ver­ga­be­kam­mer.

Unterhalb der EU-Schwel­len­wer­te. UVgO (Un­ter­schwel­len­ver­ga­be­ord­nung) — anwendbar je nach Bun­des­land-Ver­ga­be­ge­setz. Be­kannt­ma­chung auf Bund.de oder Lan­des­por­ta­len, ver­ein­fach­te Verfahren, Rechts­schutz vor Ver­wal­tungs­ge­richt.

Ver­fah­rens­ar­ten. Offenes Verfahren (Standard), nicht-offenes Verfahren (mit Teil­nah­me­wett­be­werb), Ver­hand­lungs­ver­fah­ren, wett­be­werb­li­cher Dialog, In­no­va­ti­ons­part­ner­schaft.

Zu­schlags­kri­te­ri­en. Nied­rigs­ter Preis oder wirt­schaft­lich güns­tigs­tes Angebot — die Ge­wich­tung muss in den Ver­ga­be­un­ter­la­gen vor An­ge­bots­ab­ga­be trans­pa­rent sein.

PITCH & PAPER struk­tu­riert Angebote und Konzepte für den öf­fent­li­chen Sektor entlang der ver­ga­be­recht­li­chen An­for­de­run­gen — Be­wer­tungs­kri­te­ri­en werden 1:1 in der An­ge­bots­struk­tur ge­spie­gelt.

Compliance: Korruptionsprävention und Transparenzregister

Wer im öf­fent­li­chen Sektor agiert, un­ter­liegt ver­schärf­ten Compliance-An­for­de­run­gen — Kor­rup­ti­ons­ri­si­ken und Trans­pa­renz­pflich­ten stehen im Fokus.

§§ 331-336 StGB. Vor­teils­an­nah­me, Be­stech­lich­keit, Vor­teils­ge­wäh­rung, Be­stechung von Amts­trä­gern. Schon kleine Auf­merk­sam­kei­ten können straf­recht­lich relevant sein — ge­schäfts­üb­li­che Höf­lich­keit muss von Kor­rup­ti­on ab­ge­grenzt werden.

Geld­wä­sche­ge­setz (GwG) und Trans­pa­renz­re­gis­ter. Pflicht zur Ein­tra­gung wirt­schaft­lich Be­rech­tig­ter. Verstöße werden mit Buß­gel­dern bis 150.000 € (Vorsatz) oder 100.000 € (Fahr­läs­sig­keit) geahndet.

Lie­fer­ket­ten­sorg­falts­pflich­ten­ge­setz (LkSG). Seit 2024 für Un­ter­neh­men ab 1.000 Be­schäf­tig­ten (vorher 3.000). Pflicht zur Risiko­analyse, Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men, Be­schwer­de­me­cha­nis­mus, Be­richt­erstat­tung.

Ver­trau­ens­vol­le Mit­ar­bei­ter im öf­fent­li­chen Sektor. Si­cher­heits­über­prü­fung nach SÜG, ggf. Ge­heim­hal­tungs­ver­pflich­tung nach VS-Anweisung.

PITCH & PAPER struk­tu­riert Compliance-Hand­bü­cher für den öf­fent­li­chen Sektor mit ex­pli­zi­tem An­ti­kor­rup­ti­ons-Abschnitt — inklusive konkreter Schwellen für Geschenke, Be­wir­tun­gen, Reise-Ein­la­dun­gen.

Branchen­kennzahlen

Branchenkennzahlen Öffentlicher Sektor auf einen Blick

Diese Durch­schnitts­wer­te aus offi­ziellen Bran­chen­sta­tis­ti­ken helfen Ihnen bei der Ein­ord­nung typischer Margen, Kos­ten­struk­tu­ren und In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­mi­na.

Kennzahl Typische Band­brei­te
Um­satz­ren­di­te NPOs/gGmbHs/Vereine arbeiten nicht ge­winn­ori­en­tiert. Über­schuss darf 35 % Rücklagen (§ 62 AO) nicht dauerhaft über­stei­gen. Re­le­van­ter: De­ckungs­bei­trag Projekte/Kos­ten­de­ckungs­grad Förderung.
Per­so­nal­quo­te 50-75 %
Pro­jekt­sach­mit­tel + Dienst­leis­tun­gen Dritter 5-15 %
Grün­dungs­in­ves­ti­ti­on 500 - 25.000 € (typisch: 5.000 €)
Li­qui­di­täts­re­ser­ve 3-6 Monate Fixkosten
Aus­schrei­bungs­dau­er EU-Verfahren 6-12 Monate

Haupt-Kostenblöcke

  • Personal (Fach­kräf­te + Ehrenamt): 50-75 % vom Umsatz
  • Projekt-/Sach­mit­tel: 15-25 % vom Umsatz
  • Ver­wal­tung + Miete: 8-15 % vom Umsatz

Re­gu­la­to­ri­scher Hinweis: Ge­mein­nüt­zig­keit nach §§ 51-68 AO durch Finanzamt an­er­ken­nen lassen (Frei­stel­lungs­be­scheid alle 3 Jahre). Ei­gen­be­tei­li­gung bei För­der­mit­teln idR. ver­pflich­tend (kaum 100 %-Förderung). Bei öf­fent­li­chen Aufträgen ab EU-Schwel­len­wert 140.000 € (zentrale Auf­trag­ge­ber) bzw. 216.000 € (sub­zen­tra­le Auf­trag­ge­ber wie Kommunen/gGmbHs) für Liefer-/DL sowie 5.404.000 € Bau (gültig 2026-2027 per Del. VO (EU) 2025/2152, alle 2 Jahre revidiert) -> eu­ro­pa­wei­te Aus­schrei­bung nach VgV/VOB, Ø Dauer 6+ Monate.

Quellen anzeigen (3)

Bran­chen­zah­len sind Durch­schnitts­wer­te aus offi­ziellen Bran­chen­sta­tis­ti­ken und Ver­bands­ver­öf­fent­li­chun­gen. Sie ersetzen keine in­di­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on für Ihr Vorhaben. Stand: 2026-04-18.

Häufige Fragen

Häufige Fragen — Öffentlicher Sektor

Erstellt PITCH & PAPER auch Unter­lagen für Non-Profit-Or­ga­ni­sa­tio­nen?
Ja. PITCH & PAPER erstellt Konzepte, Stra­te­gie­pa­pie­re und Förder­anträge für Verbände, Stif­tun­gen, NGOs und Ge­nos­sen­schaf­ten.
Braucht eine Stiftung einen Business­plan?
Nicht im klas­si­schen Sinne, aber ein Grün­dungs­kon­zept mit Finanz­planung, Zweck­be­schrei­bung und Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur. Die Stif­tungs­auf­sicht und das Finanzamt prüfen diese Unter­lagen.
Was kostet ein Konzept für einen Verband?
Abhängig von Umfang und Kom­ple­xi­tät. PITCH & PAPER erstellt in­di­vi­du­el­le Angebote nach kos­ten­lo­ser Erst­ein­schät­zung.
Kennt PITCH & PAPER den öf­fent­li­chen Sektor?
Ja. PITCH & PAPER erstellt re­gel­mä­ßig Unter­lagen für Or­ga­ni­sa­tio­nen des öf­fent­li­chen Sektors und kennt die Gre­mi­en­lo­gik, För­der­struk­tu­ren und re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen.
Welche Aus­schrei­bungs-Logik gilt für Konzepte für öf­fent­li­che Auf­trag­ge­ber?
Ver­ga­be­recht (VgV, UVgO, GWB) regelt Verfahren ab EU-Schwel­len­wer­ten (216.000 € Liefer-/Dienst­leis­tungs­auf­trä­ge bei klas­si­schen Auf­trag­ge­bern, 432.000 € bei Sek­to­ren­auf­trag­ge­bern — gültig 2026/2027). Konzepte müssen Eignungs- und Zu­schlags­kri­te­ri­en trans­pa­rent adres­sie­ren, Nachweise (Re­fe­ren­zen, Zer­ti­fi­ka­te) sauber struk­tu­rie­ren und auf das spe­zi­fi­sche Verfahren (Offen/Be­schränkt/Ver­hand­lungs­ver­fah­ren) zu­ge­schnit­ten sein.
Nächster Schritt

Wenn der Anlass real ist, sollte die Unterlage es auch sein.

Be­schrei­ben Sie kurz den Anlass und Ihre Branche. Danach ist klar, welche Unterlage sinnvoll ist.

Erst­ein­schät­zung erhalten