Bran­chen­ex­per­ti­se

Businessplan & Konzepte für Ärzte, MVZ und Kliniken

Die Medizin ist hoch­re­gu­liert, ka­pi­tal­in­ten­siv und komplex. Ob Pra­xis­grün­dung, MVZ-Aufbau, Kli­ni­k­in­vest­ment oder Me­di­zin­tech­nik-Startup — PITCH & PAPER erstellt Unter­lagen, die KV-An­for­de­run­gen, Kran­ken­haus­pla­nung und Fi­nan­zie­rungs­lo­gik der Gesund­heitsbranche verstehen.

Quellennetzwerk Medizin und Kliniken: SGB V, KHG, MDR und KBV-Honorarordnung
Dokument-Si­tua­tio­nen

Typische Anlässe in Medizin

Welche Unterlage für welche Situation. Ori­en­tie­rung vor der Erst­ein­schät­zung.

Situation Emp­foh­le­ne Unterlage
MVZ-Gründung mit Ver­sor­gungs­auf­trag Business­plan + Betriebs­konzept
Praxis-Er­wei­te­rung oder -Übernahme Business­plan + Un­ter­neh­mens­be­wer­tung
Hy­gie­ne­kon­zept und QM-Vor­be­rei­tung Hy­gie­ne­kon­zept + QM-Handbuch
MD-Qua­li­täts­prü­fung Vor­be­rei­tung QM-Handbuch + Risiko­analyse
Förder­antrag für Mo­der­ni­sie­rung Förder­antrag

Besonderheiten der Gesundheitsbranche

Kas­sen­ärzt­li­che Zulassung. Ver­trags­ärz­te brauchen einen KV-Sitz. Die Be­darfs­pla­nung bestimmt, ob und wo neue Sitze vergeben werden. Der Business­plan muss die Zu­las­sungs­si­tua­ti­on be­rück­sich­ti­gen.

Ver­gü­tungs­sys­tem. Kas­sen­ärzt­li­che Vergütung (EBM), Pri­vat­li­qui­da­ti­on (GOÄ), IGeL-Leistungen — die Umsatz­prognose muss das Ver­gü­tungs­sys­tem korrekt abbilden.

Hohe In­ves­ti­ti­ons­kos­ten. Me­di­zi­ni­sche Geräte, Praxis- oder Kli­nik­aus­stat­tung, IT-Systeme (KIS, PVS), Um­bau­maß­nah­men — die An­lauf­in­ves­ti­tio­nen in der Medizin sind erheblich.

Re­gu­la­to­ri­sche Kom­ple­xi­tät. SGB V, Me­di­zin­pro­dukt­e­recht, Be­rufs­ord­nung, Da­ten­schutz (Pa­ti­en­ten­da­ten), Qua­li­täts­ma­nage­ment — die re­gu­la­to­ri­schen An­for­de­run­gen sind um­fang­reich.

Per­so­nal­in­ten­si­tät. Medizin ist per­so­nal­in­ten­siv. Ärzte, MFA, Pflege, Ver­wal­tung — der Per­so­nal­plan muss qua­li­fi­ka­ti­ons­ge­recht und rea­lis­tisch sein.

MVZ-Gründung — Businessplan und Zulassung

Das Me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gungs­zen­trum (MVZ) ist eine der dy­na­mischs­ten Or­ga­ni­sa­ti­ons­for­men im Gesund­heitswesen. Die MVZ-Gründung ist komplex:

Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen. MVZ können von zu­ge­las­se­nen Ärzten, Kran­ken­häu­sern, Er­brin­gern nicht­ärzt­li­cher Dia­ly­se­leis­tun­gen und ge­mein­nüt­zi­gen Trägern gegründet werden (§ 95 SGB V).

Ge­sell­schafts­form. GbR, PartG, GmbH — die Rechts­form be­ein­flusst Haftung, Steuern und die Hand­lungs­fä­hig­keit. Die GmbH ist die häufigste Form für MVZ.

Inves­torenmodelle. Private-Equity-Inves­toren bauen MVZ-Ketten auf. Der Business­plan für ein in­ves­to­ren­fi­nan­zier­tes MVZ muss andere Schwer­punk­te setzen als der einer ärzt­li­chen Ei­gen­in­itia­ti­ve.

Fi­nan­zie­rung. KV-Sitze haben einen Marktwert. Pra­xis­über­nah­men und KV-Sitz-Käufe müssen im Finanz­plan belastbar kal­ku­liert sein.

Medizin-Businessplan erstellen lassen

Me­di­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen und Kliniken arbeiten in einem stark re­gu­lier­ten Umfeld. PITCH & PAPER struk­tu­riert die Do­ku­men­ta­ti­on in vier Phasen:

Phase 01 — Ein­ord­nung. Welcher Re­gu­la­to­rik-Stack? KHG, SGB V, MPDG/MDR, Lan­des­kran­ken­haus­ge­set­ze, Hygiene-VO. Welche Behörde prüft (G-BA, MD, Heim­auf­sicht, Bau­auf­sicht)?

Phase 02 — Ar­chi­tek­tur. Struk­tu­rie­rung der Konzepte nach be­hörd­li­cher Prüflogik: Ver­sor­gungs­auf­trag, Per­so­nal­be­mes­sung, Hygiene-/Qua­li­täts­ma­nage­ment, MD-Prüfras­ter.

Phase 03 — Aus­ar­bei­tung. In­halt­li­che Tiefe mit korrekten § -Verweisen, kli­ni­scher Sprache, bran­chen­üb­li­chen Kenn­zah­len.

Phase 04 — Übergabe. Ab­stim­mung mit dem ärzt­li­chen Di­rek­to­rat und dem Hy­gie­ne­be­auf­trag­ten — PITCH & PAPER struk­tu­riert, die fachliche Ver­ant­wor­tung verbleibt beim kli­ni­schen Team.

In der kos­ten­lo­sen Erst­ein­schät­zung ordnen wir gemeinsam ein, welche Dokumente für Ihr Vorhaben relevant sind.

MDR/IVDR und CE-Kennzeichnung: Medizinprodukte-Konformität

Me­di­zin­pro­duk­te und In-vitro-Dia­gnos­ti­ka un­ter­lie­gen seit 2021 bzw. 2022 eu­ro­pä­isch har­mo­ni­sier­ten Re­gel­wer­ken — die Kon­for­mi­täts­be­wer­tung ist um­fas­sen­der als unter den Vorgänger-Richt­li­ni­en.

Medical Device Re­gu­la­ti­on (MDR, VO — EU 2017/745). Gilt seit 26. Mai 2021. Klas­si­fi­zie­rung in Klasse I (niedrig), IIa, IIb, III (hoch). Höhere Klassen erfordern Kon­for­mi­täts­be­wer­tung durch Benannte Stelle. Tech­ni­sche Do­ku­men­ta­ti­on, klinische Bewertung, Post-Market-Sur­veil­lan­ce, EUDAMED-Re­gis­trie­rung.

In-vitro Dia­gnostic Re­gu­la­ti­on (IVDR, VO — EU 2017/746). Gilt seit 26. Mai 2022. Klas­si­fi­zie­rung A (niedrig) bis D (hoch). Strengere An­for­de­run­gen an Per­for­mance-Studies und klinische Evidenz.

Benannte Stelle und Kon­for­mi­täts­er­klä­rung. Höhere Ri­si­ko­klas­sen erfordern Audit der Benannten Stelle. Kon­for­mi­täts­er­klä­rung (DoC) ist Pflicht — sie macht den Her­stel­ler haftbar.

Vigilanz und Post-Market-Sur­veil­lan­ce. Mel­de­pflicht bei schwer­wie­gen­den Vor­komm­nis­sen. Periodic Safety Update Reports (PSUR) für höhere Klassen.

PITCH & PAPER struk­tu­riert Tech­ni­sche Do­ku­men­ta­tio­nen, Markt­zu­gangs-Konzepte und Post-Market-Sur­veil­lan­ce-Pläne — die re­gu­la­to­ri­sche Strategie bleibt bei spe­zia­li­sier­ten MDR-Beratern, aber das Do­ku­men­ta­ti­ons­werk wird struk­tu­rell sauber aufgebaut.

Krankenhausfinanzierung: KHEntgG, DRG-System und KHG-Investitionen

Kran­ken­häu­ser fi­nan­zie­ren sich dual — In­ves­ti­tio­nen über Länder (KHG), Be­triebs­kos­ten über Kran­ken­kas­sen (KHEntgG). Wer Kliniken berät oder Konzepte für Kliniken erstellt, muss beide Schienen kennen.

DRG-System (Diagnosis Related Groups). Pau­scha­lier­te Vergütung pro Be­hand­lungs­fall nach Haupt­dia­gno­se, Ne­ben­dia­gno­sen und Pro­ze­du­ren. Jährliche Ak­tua­li­sie­rung durch InEK (Institut für das Ent­gelt­sys­tem im Kran­ken­haus). Code-Logik: ICD-10-GM (Diagnosen), OPS (Pro­ze­du­ren) → DRG.

KHEntgG — Kran­ken­haus­ent­gelt­ge­setz. Regelt die DRG-Vergütung, Pfle­ge­bud­get (seit 2020 aus­ge­glie­dert), Zuschläge für besondere Leistungen (Not­fall­ver­sor­gung, Trauma-Zentren, etc.).

KHG — Kran­ken­haus­fi­nan­zie­rungs­ge­setz. In­ves­ti­ti­ons­kos­ten (Bauten, Groß­ge­rä­te) werden über Lan­des­för­de­rung fi­nan­ziert. Kran­ken­haus­pla­nung ist Län­der­sa­che — Aufnahme in den Kran­ken­haus­plan ist Vor­aus­set­zung für KHG-Förderung.

Kran­ken­haus­re­form 2024/2025. Vor­hal­te­pau­scha­len, Leis­tungs­grup­pen, Si­cher­stel­lungs-Zuschläge — Re­fi­nan­zie­rungs-Logik im struk­tu­rel­len Umbau.

PITCH & PAPER struk­tu­riert Klinik-Business­pläne und In­ves­ti­ti­ons-Konzepte mit DRG-basierter Er­lös­si­mu­la­ti­on und KHG-För­de­rungs-Logik — eine Dop­pel­be­trach­tung, die andere Finanz­plan-Logiken nicht erfassen.

Branchen­kennzahlen

Branchenkennzahlen Medizin auf einen Blick

Diese Durch­schnitts­wer­te aus offi­ziellen Bran­chen­sta­tis­ti­ken helfen Ihnen bei der Ein­ord­nung typischer Margen, Kos­ten­struk­tu­ren und In­ves­ti­ti­ons­vo­lu­mi­na.

Kennzahl Typische Band­brei­te
Um­satz­ren­di­te (2024) 5-15 %
Per­so­nal­quo­te 40-55 %
Me­di­zi­ni­scher Sach­be­darf + Labor 8-20 %
Grün­dungs­in­ves­ti­ti­on 100.000 - 500.000 € (typisch: 170.000 €)
Break-Even-Dauer 6-18 Monate
Li­qui­di­täts­re­ser­ve 3-6 Monate Fixkosten

Haupt-Kostenblöcke

  • Personal (MFA + ggf. an­ge­stell­te Ärzte): 40-55 % vom Umsatz
  • Miete + Pra­xis­aus­stat­tung (AfA): 15-25 % vom Umsatz
  • Med. Sach­be­darf + Labor: 10-20 % vom Umsatz

Re­gu­la­to­ri­scher Hinweis: Ver­trags­arzt­zu­las­sung nach § 95 SGB V durch Zu­las­sungs­aus­schuss der KV: nur in nicht-ge­sperr­ten Pla­nungs­be­rei­chen (Be­darfs­pla­nung G-BA). Ap­pro­ba­ti­on (Ärzte/ZÄ), Fach­arzt­an­er­ken­nung, Pra­xis­zu­las­sung, ggf. Nach­be­set­zung/Aus­schrei­bung. MVZ: § 95 Abs. 1a SGB V -> mind. zwei ver­trags­ärzt­li­che Sitze + ärztliche Leitung.

Quellen anzeigen (4)

Bran­chen­zah­len sind Durch­schnitts­wer­te aus offi­ziellen Bran­chen­sta­tis­ti­ken und Ver­bands­ver­öf­fent­li­chun­gen. Sie ersetzen keine in­di­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on für Ihr Vorhaben. Stand: 2026-04-18.

Häufige Fragen

Häufige Fragen — Medizin

Brauche ich als Arzt einen Business­plan?
Ja — für die Pra­xis­fi­nan­zie­rung, den KV-Sitz-Erwerb oder die MVZ-Gründung. Förder­stellen und Be­tei­li­gungs­ge­ber verlangen einen be­last­ba­ren Business­plan als Grundlage jeder Fi­nan­zie­rungs­ent­schei­dung.
Was kostet ein Business­plan für eine Arzt­pra­xis?
Abhängig von Praxistyp und Kom­ple­xi­tät. PITCH & PAPER erstellt in­di­vi­du­el­le Angebote nach Erst­ein­schät­zung.
Kennt PITCH & PAPER das Ver­gü­tungs­sys­tem (EBM/GOÄ)?
PITCH & PAPER kennt die Grund­la­gen der kas­sen­ärzt­li­chen Vergütung und erstellt Umsatz­prognosen auf Basis rea­lis­ti­scher Schein­zah­len und Fallwerte.
Hilft PITCH & PAPER bei der MVZ-Gründung?
PITCH & PAPER erstellt den Business­plan und Finanz­plan für die MVZ-Gründung. Für die zu­las­sungs­recht­li­che Beratung empfehlen wir einen Fach­an­walt für Me­di­zin­recht.
Welche Be­son­der­hei­ten hat ein me­di­zi­ni­scher Business­plan?
GBA-Kon­for­mi­tät, Ver­sor­gungs­auf­trag (für Praxen mit kas­sen­ärzt­li­cher Zulassung), MPDG/MDR-Compliance bei Me­di­zin­pro­duk­ten, Hy­gie­ne­kon­zept (RKI-Emp­feh­lun­gen), Pa­ti­en­ten­da­ten-Schutz nach DSGVO + § 203 StGB. Personal­planung muss Ap­pro­ba­ti­ons-Status be­rück­sich­ti­gen.
Nächster Schritt

Wenn der Anlass real ist, sollte die Unterlage es auch sein.

Be­schrei­ben Sie kurz den Anlass und Ihre Branche. Danach ist klar, welche Unterlage sinnvoll ist.

Erst­ein­schät­zung erhalten