Förder­antrag

Was kostet ein professioneller Förder­antrag?

Die Kosten für einen professionell erstellten Förder­antrag richten sich vor allem nach dem Programm — BAFA-Beratungsförderung, EXIST-Forschungstransfer, ZIM, Horizon Europe haben jeweils eigene Bewertungslogik, Tiefe und Aufwand. Die Spanne reicht von einigen Tausend Euro für einfache BAFA-Anträge bis in den fünfstelligen Bereich für EU-Anträge mit Konsortium und mehreren Arbeitspaketen. In Teilen sind die Antragskosten selbst förderfähig — das macht die Förderpassung zur ersten Beratungsleistung.

Welche Programme — welche Tiefe — welche Kosten

BAFA-Beratungsförderung 'Förderung unternehmerischen Know-hows'. Geringer Antragsaufwand selbst; Fokus liegt auf der Beratung mit BAFA-zugelassenem Berater und der Verwendungsnachweis-Phase. Antragsstrukturierung: 800–2.500 €. Modulwahl + Berater-Matching ist die wertschöpfungsintensive Vorarbeit.

EXIST-Gründerstipendium. Hochschul-eingebundener Antrag mit Vorhabens-Skizze, Personal-/Sachausgaben-Plan, Coaching-Nachweis. 3.500–7.500 € je nach Tiefe und Hochschul-Schnittstelle.

EXIST-Forschungstransfer Phase I. Komplexer Forschungs-/Verwertungs-Antrag mit Phase-I-Personalmittel-Plan und Verwertungs-Strategie für Phase II. 6.000–14.000 €.

ZIM-Antrag (Einzelprojekt / Kooperation / Netzwerk). Bewertungsraster mit Innovations-Höhe, Verwertungs-Aussicht, Konsortium-Kohärenz. Einzelprojekt 4.500–9.000 €, Kooperation 7.500–16.000 €, Netzwerk höher.

Horizon Europe (EIC Accelerator, Pillar I/II/III). Drei-stufiger Prozess mit Short Proposal, Full Proposal, Interview. 10.000–35.000 € je nach Konsortiums-Größe und Arbeitspaket-Tiefe.

Landes-Programme (IBB, NRW.BANK, WIBank, LfA, etc.). Stark variierend: 1.500–8.000 €.

Was den Preis treibt — über das Programm hinaus

Vorhaben-Klarheit. Wer einen klaren Geschäfts­modell-Pitch und Marktdaten hat, spart Antragsaufwand. Wer Idee + Vermutungen einbringt, zahlt für die Strukturierungs-Arbeit mit.

Konsortium-Komplexität. Einzelvorhaben < bilaterale Kooperation < multilaterales Konsortium mit 4+ Partnern (insbesondere bei Horizon Europe). Jeder zusätzliche Partner verlangt Abstimmung, Arbeitspaket-Schnittstellen, Kosten-/Recht-Modelle.

Innovationstiefe-Beleg. Bei ZIM und EXIST wird Stand-der-Technik-Recherche zentral bewertet. Eigene Patent-/Veröffentlichungs-Recherche spart Zeit; ohne Vorarbeiten wächst der Recherche-Aufwand.

Verwertungsplan-Tiefe. Für Forschungs-Programme entscheidend: wie wird das Ergebnis nach Förderende kommerzialisiert? Eine vage Antwort wird abgelehnt; eine fundierte Verwertungs-Strategie braucht Markt- und Wettbewerbs-Daten.

Budget- und Kosten-Plausibilität. Antrag steht und fällt mit konsistenter Kostenrechnung. Wer einen sauberen Personal-Mittel-Stundensatz und projektbezogene Sachmittel-Aufstellung mitbringt, ist schneller; wer das vom Berater erstellen lässt, zahlt mehr.

Welche Förderungen die Antragskosten selbst tragen

BAFA-Beratungsförderung. 50 % der Beratungskosten (Modul 1/2 bundesweit) bzw. 80 % (Modul 3 — Unternehmen in Schwierigkeiten, bundesweit seit 2017) — bis zu 14.000 € (Modul Jungunternehmen) bzw. 17.500 € (Bestandsunternehmen) Gesamt-Tagessatz-Volumen. Das macht Antragsstrukturierung mit BAFA-zugelassenem Berater oft selbst-finanzierend.

go-digital (für KMU bis 100 MA, ausgewählte Module). Bis zu 50 % der Beratungskosten zu Digitalisierungs-Themen. Stand 2026 nicht überall verfügbar — Programmstand prüfen.

EXIST-Sachmittel. Externe Beratungs-Kosten teilweise als Coaching-Pauschale anrechenbar (5.000 € pauschal pro Vorhaben).

ZIM-Antrag. Antragskosten selbst nicht förderfähig — aber Personalkosten der internen Antrags-Vorbereitung können als Eigenanteil eingerechnet werden.

Horizon Europe. Antragskosten teils via Lump-Sum-Förderung erstattet; Konsortiums-Koordinator-Aufwand ist meist eigene Investition.

Wann sich ein professioneller Antrag rechnet

Hohe Wertbasis pro Antrag. Wer ein 80.000 €-Förderbudget anstrebt, spart sich oft die 4.500 € Antragskosten — wenn der Antrag bewilligt wird. Statistisch erhöht professionelle Antragsstrukturierung die Bewilligungswahrscheinlichkeit deutlich (programmabhängig 1,5×–3×).

Komplexes Bewertungsraster. ZIM, EXIST und Horizon Europe haben formale Bewertungsraster mit klaren Punktverteilungen. Wer das Raster nicht kennt, optimiert in falsche Richtungen.

Mehrfach-Programm-Stack. Wenn ein Vorhaben über mehrere Programme finanziert wird (z. B. EXIST + Landes-Förderung + späterer ZIM-Antrag), zahlt sich Erfahrung mit der Stack-Logik aus.

Wann Eigen-Antrag reicht. Bei kleinen Landes-Programmen mit 5.000–15.000 € Förderbudget und einfachem Antragsformular kann ein Eigen-Antrag mit Coaching-Stunde sinnvoller sein als ein voller Service-Antrag.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Was kostet ein BAFA-Antrag bei PITCH & PAPER?
Antragsstrukturierung typisch 800–2.500 €. Die eigentliche BAFA-Beratung erbringt ein BAFA-zugelassener Berater (mit dem wir kooperieren); die Beratungs-Kosten sind selbst förderfähig (50–80 %).
Sind die Antragskosten Förderkosten?
Bei BAFA und EXIST teilweise ja (siehe Sektion oben). Bei ZIM und nationalen Programmen meist nein — aber interne Personalkosten der Antrags-Vorbereitung können als Eigenanteil eingerechnet werden.
Wie hoch ist die Erfolgsquote?
Programmabhängig. EXIST-Bewilligungsquoten 25–35 %; ZIM 30–50 % je Programm-Modul; BAFA-Beratungsförderung formal hoch, aber inhaltliche Berater-Auswahl entscheidet. Eine fundierte Antragsstrukturierung verbessert die eigene Position deutlich, garantiert aber nichts.
Sind Misserfolgs-/Mehraufwand-Pauschalen üblich?
Wir arbeiten nicht erfolgsabhängig — das wäre bei Förder­anträgen rechtlich auch problematisch (Förderethik-Frage). Die Antrags-Erstellung wird nach Aufwand vergütet; die Bewilligungs-Entscheidung verbleibt beim Programmträger.
Wie lange dauert die Erstellung?
BAFA-Antrag: 1–2 Wochen. EXIST-Stipendium: 4–8 Wochen (mit Hochschul-Abstimmung). ZIM-Einzelprojekt: 4–6 Wochen. Horizon Europe Full Proposal: 8–16 Wochen je Konsortiums-Größe.
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