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Machbarkeitsstudie erstellen — Vor der Investitionsentscheidung

Eine Machbarkeitsstudie klärt vor der Investitionsentscheidung, ob ein Vorhaben technisch, wirtschaftlich, rechtlich und organisatorisch tragfähig ist. PITCH & PAPER strukturiert Ihre Vorstudie als belastbare Entscheidungs­grundlage — mit klaren Annahmen, nachvollziehbaren Nachweisen und einer Empfehlung, die Bestand hat.

Was eine belastbare Machbarkeitsstudie klärt

Eine Machbarkeitsstudie (Feasibility Study) ist das entscheidungsreife Dokument vor einer großen Investition, einem Projektstart oder einer Standortentscheidung. Sie prüft in vier Dimensionen:

Technische Machbarkeit. Lässt sich das Vorhaben mit verfügbaren Technologien, Ressourcen und Kompetenzen umsetzen? Welche technischen Risiken bestehen?

Wirtschaftliche Machbarkeit. Trägt sich das Vorhaben wirtschaftlich? Welche Investitionssumme, welche laufenden Kosten, welche Erlöse, welche Amortisation?

Rechtliche Machbarkeit. Ist das Vorhaben genehmigungsfähig? Welche Regulierungen, Konzessionen, Zulassungen sind notwendig? Welche Fristen und Kosten entstehen daraus?

Organisatorische Machbarkeit. Verfügt die Organisation über die Strukturen, das Personal und die Prozesse, um das Vorhaben umzusetzen? Welche Aufbau- und Schulungsmaßnahmen sind erforderlich?

Die Machbarkeitsstudie beantwortet am Ende eine Frage klar: Ja, das Vorhaben ist tragfähig — unter definierten Voraus­setzungen. Oder: Nein, mit Begründung. Oder: Nur wenn X, Y, Z erfüllt sind.

Wann Sie eine Machbarkeitsstudie brauchen

Machbarkeitsstudien sind Pflicht oder sinnvoll in mehreren typischen Konstellationen:

Vor größeren Investitionen. Ab einer gewissen Investitionshöhe verlangen Geschäftsführungen, Aufsichtsgremien und Kapitalgeber eine formelle Feasibility Study — nicht nur einen Businessplan.

Im Rahmen von Förder­programmen. Viele EU-, Bundes- und Landesförderprogramme setzen eine Vorstudie voraus, bevor der eigentliche Förder­antrag gestellt wird. Typische Programme: EXIST, ZIM, Horizon Europe, regionale Innovationsförderungen.

Bei Standort- und Immobilienentscheidungen. Standortwahl, Immobilienprojekt, Umnutzung — eine Machbarkeitsstudie liefert die Grundlage für Kauf-, Miet- oder Bauentscheidungen.

Im Produktentwicklungsprozess. Vor dem formellen Produktkonzept klärt die Feasibility Study, ob eine Idee technisch umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig ist.

Bei Infrastruktur- und Energieprojekten. Projekte in Energie, Mobilität, Logistik oder Digitalisierung sind oft kapitalintensiv und regulatorisch komplex — eine Feasibility Study ist Voraussetzung für die Investitionsentscheidung.

Aufbau einer Machbarkeitsstudie

Eine professionelle Machbarkeitsstudie folgt einer klaren Gliederung:

  1. Management Summary. Kernergebnis, Empfehlung, Voraus­setzungen — auf einer Seite.
  2. Vorhaben und Zielsetzung. Was soll umgesetzt werden? Welche Ziele werden verfolgt? Welche Alternativen wurden erwogen?
  3. Markt- und Bedarfsanalyse. Gibt es einen Markt? Welches Volumen? Welche Zahlungsbereitschaft? Welcher Wettbewerb?
  4. Technische Analyse. Welche Technologien, Verfahren, Infrastrukturen sind nötig? Welche Alternativen? Welche Risiken?
  5. Wirtschaftliche Analyse. Investitionsplan, Kostenstruktur, Erlöspfad, Amortisation, Sensitivitätsanalyse.
  6. Rechtliche Analyse. Genehmigungen, Konzessionen, Regulatorik, steuerliche Einordnung, vertragliche Rahmenbedingungen.
  7. Organisatorische Analyse. Aufbauorganisation, Personalbedarf, Prozesslandschaft, IT-Anforderungen.
  8. Risikoanalyse. Top-Risiken mit Eintrittswahrscheinlichkeit, Wirkung und Gegenmaßnahme.
  9. Handlungsempfehlung. Umsetzungsvariante, Meilensteinplan, Voraus­setzungen, Go/No-Go-Kriterien.

Ablauf — Von der Fragestellung zur Entscheidungsreife

Phase 01 — Einordnung. Entscheidungsrahmen, Adressaten und Tiefe klären. Welche Fragen muss die Studie beantworten? Welche Daten sind verfügbar?

Phase 02 — Architektur. Studiengerüst aufbauen, Recherchefragen formulieren, Datenquellen definieren, Interview-Partner identifizieren, Meilensteinplan festlegen.

Phase 03 — Ausarbeitung. Datensammlung, Interviews, Recherche, Berechnungen, Risikoanalyse, Erstellung der Kapitel, Erarbeitung der Handlungsempfehlung.

Phase 04 — Übergabe. Konsistenzprüfung, Adressatengerechte Verdichtung im Management Summary, visuelle Aufbereitung, Übergabe als einsatzreife Entscheidungs­vorlage.

Typische Anlässe

Machbarkeitsstudie — Typische Anlässe

Investitionsentscheidung Förder­antrag Projektvorstudie Standortentscheidung Produktentwicklung
Drei Tiefen

Machbarkeitsstudie — in drei Tiefen

Klare Orientierung ohne Preisdruck. Jede Tiefe liefert ein vollständiges Ergebnis.

Merkmal Basis Referenz Opus
Vorhabensbeschreibung und Zielsetzung
Technische Analyse Grundfassung Mit Alternativenvergleich
Wirtschaftliche Analyse Kostenrahmen Vollkalkulation Mit Sensitivitätsanalyse
Rechtliche Analyse Strukturelle Einordnung Mit Genehmigungsfahrplan
Organisatorische Analyse
Markt- und Bedarfsanalyse Basis Mit Primärrecherche
Risikoanalyse Kurzform Vollmatrix Mit Szenarien
Handlungsempfehlung Mit Meilensteinplan

Die konkrete Tiefe wird in der Ersteinschätzung gemeinsam festgelegt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Machbarkeitsstudie

Wie unterscheidet sich eine Machbarkeitsstudie von einem Businessplan? +
Eine Machbarkeitsstudie klärt vor der Unternehmensgründung oder Investitionsentscheidung die grundsätzliche Tragfähigkeit. Sie ist breiter angelegt (technisch, rechtlich, organisatorisch), geht aber in der wirtschaftlichen Planung weniger tief als ein Businessplan. Der Businessplan baut auf einer positiven Machbarkeitsstudie auf — mit ausformulierter Strategie, detailliertem Finanzplan und operativer Umsetzungsplanung.
Für welche Adressaten eignet sich das Dokument? +
Geschäftsführung, Aufsichtsrat, Beirat, Kapitalgeber, Förder­stellen, Projektpartner. Bei öffentlichen Förderungen (EU, Bund, Land) ist die Feasibility Study teils formeller Bestandteil der Antragsunterlagen. Bei privaten Investitionsentscheidungen dient sie als Grundlage für Gremien- oder Boardbeschlüsse.
Welche Datenbasis brauchen Sie? +
Vorhandene Konzepte, Markt- oder Standortinformationen, technische Spezifikationen, bestehende Kalkulationen, rechtliche Einschätzungen oder Gutachten (wenn vorhanden). Fehlt etwas, strukturieren wir die Recherche und binden bei Bedarf externe Fachquellen ein. Für die rechtliche Prüfung verweisen wir auf Ihre juristische Beratung — wir arbeiten die Einschätzung strukturell ein.
Wie lange dauert eine Machbarkeitsstudie? +
Tiefe Basis (fokussierte Studie, klar abgegrenzte Fragestellung): drei bis fünf Wochen. Tiefe Referenz (vollständige Vier-Dimensionen-Analyse): fünf bis zehn Wochen. Tiefe Opus (Großprojekt mit Szenarien, Sensitivitätsanalyse und externen Gutachten): zehn bis zwanzig Wochen.
Ist eine Machbarkeitsstudie förderfähig? +
Ja. Viele Innovations- und Investitionsförderprogramme bezuschussen explizit Vorstudien. Bei EU-Programmen wie Horizon Europe ist die Feasibility Study oft Bestandteil der ersten Phase. Bei Bundesprogrammen wie dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) können Vorstudien über FuE-Projekte gefördert werden. Die Förderfähigkeit Ihres konkreten Vorhabens prüfen wir gemeinsam in der Ersteinschätzung.
Wer trifft am Ende die Entscheidung? +
Die Entscheidung trifft immer der Auftraggeber — Geschäftsführung, Gremium, Kapitalgeber. PITCH & PAPER liefert die Grundlage, auf der diese Entscheidung tragfähig getroffen werden kann. Die Handlungsempfehlung der Studie ist begründet, aber nicht bindend — sie dient als strukturierte Einordnung, nicht als Bevormundung.
Primärquellen

Offizielle Quellen und Programm-Eigentümer

Direktlinks zu den verbindlichen Rahmendokumenten und Aufsichtsstellen.

Branchen

Machbarkeitsstudie nach Branche

Ausgewählte Kontexte für branchenspezifische Anforderungen und typische Rahmenbedingungen.

Anlass

Machbarkeitsstudie nach Anlass

Nächster Schritt

Wenn der Anlass real ist, sollte die Unterlage es auch sein.

Beschreiben Sie kurz den Anlass und Adressaten. Danach ist klar, welche Tiefe sinnvoll ist.

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