Produkt- und Ent­schei­dungs­un­ter­la­gen

Machbarkeitsstudie erstellen — Vor der Investitionsentscheidung

Eine Machbarkeits­studie klärt vor der In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung, ob ein Vorhaben technisch, wirt­schaft­lich, rechtlich und or­ga­ni­sa­to­risch tragfähig ist. PITCH & PAPER struk­tu­riert Ihre Vorstudie als be­last­ba­re Entscheidungs­grundlage — mit klaren Annahmen, nach­voll­zieh­ba­ren Nach­wei­sen und einer Emp­feh­lung, die Bestand hat.

Methodik-Pyramide für Machbarkeitsstudien: Quellen, Analyse, Investorensicht, Förderrahmen

Was eine belastbare Machbarkeitsstudie klärt

Eine Machbarkeits­studie (Fe­a­si­bi­li­ty Study) ist das ent­schei­dungs­rei­fe Dokument vor einer großen In­ves­ti­ti­on, einem Pro­jekt­start oder einer Stand­ort­ent­schei­dung. Sie prüft in vier Di­men­sio­nen:

Tech­ni­sche Mach­bar­keit. Lässt sich das Vorhaben mit ver­füg­ba­ren Tech­no­lo­gien, Res­sour­cen und Kom­pe­ten­zen umsetzen? Welche tech­ni­schen Risiken bestehen?

Wirt­schaft­li­che Mach­bar­keit. Trägt sich das Vorhaben wirt­schaft­lich? Welche In­ves­ti­ti­ons­sum­me, welche laufenden Kosten, welche Erlöse, welche Amor­ti­sa­ti­on?

Recht­li­che Mach­bar­keit. Ist das Vorhaben ge­neh­mi­gungs­fä­hig? Welche Re­gu­lie­run­gen, Kon­zes­sio­nen, Zu­las­sun­gen sind notwendig? Welche Fristen und Kosten entstehen daraus?

Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Mach­bar­keit. Verfügt die Or­ga­ni­sa­ti­on über die Struk­tu­ren, das Personal und die Prozesse, um das Vorhaben um­zu­set­zen? Welche Aufbau- und Schu­lungs­maß­nah­men sind er­for­der­lich?

Die Machbarkeits­studie be­ant­wor­tet am Ende eine Frage klar: Ja, das Vorhaben ist tragfähig — unter de­fi­nier­ten Voraus­setzungen. Oder: Nein, mit Be­grün­dung. Oder: Nur wenn X, Y, Z erfüllt sind.

Wann Sie eine Machbarkeitsstudie brauchen

Machbarkeits­studien sind Pflicht oder sinnvoll in mehreren typischen Kon­stel­la­tio­nen:

Vor größeren In­ves­ti­tio­nen. Ab einer gewissen In­ves­ti­ti­ons­hö­he verlangen Ge­schäfts­füh­run­gen, Auf­sichts­gre­mi­en und Ka­pi­tal­ge­ber eine formelle Fe­a­si­bi­li­ty Study — nicht nur einen Business­plan.

Im Rahmen von Förder­programmen. Viele EU-, Bundes- und Lan­des­för­der­pro­gram­me setzen eine Vorstudie voraus, bevor der ei­gent­li­che Förder­antrag gestellt wird. Typische Programme: EXIST, ZIM, Horizon Europe, regionale In­no­va­ti­ons­för­de­run­gen.

Bei Standort- und Immobi­lienentscheidungen. Stand­ort­wahl, Immobi­lienprojekt, Umnutzung — eine Machbarkeits­studie liefert die Grundlage für Kauf-, Miet- oder Bau­ent­schei­dun­gen.

Im Pro­dukt­ent­wick­lungs­pro­zess. Vor dem formellen Pro­dukt­kon­zept klärt die Fe­a­si­bi­li­ty Study, ob eine Idee technisch umsetzbar und wirt­schaft­lich tragfähig ist.

Bei In­fra­struk­tur- und En­er­gie­pro­jek­ten. Projekte in Energie, Mobilität, Logistik oder Di­gi­ta­li­sie­rung sind oft ka­pi­tal­in­ten­siv und re­gu­la­to­risch komplex — eine Fe­a­si­bi­li­ty Study ist Vor­aus­set­zung für die In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung.

Aufbau einer Machbarkeitsstudie

Eine profes­sionelle Machbarkeits­studie folgt einer klaren Glie­de­rung:

  1. Manage­ment Summary. Kern­er­geb­nis, Emp­feh­lung, Voraus­setzungen — auf einer Seite.
  2. Vorhaben und Ziel­set­zung. Was soll umgesetzt werden? Welche Ziele werden verfolgt? Welche Al­ter­na­ti­ven wurden erwogen?
  3. Markt- und Be­darfs­ana­ly­se. Gibt es einen Markt? Welches Volumen? Welche Zah­lungs­be­reit­schaft? Welcher Wett­be­werb?
  4. Tech­ni­sche Analyse. Welche Tech­no­lo­gien, Verfahren, In­fra­struk­tu­ren sind nötig? Welche Al­ter­na­ti­ven? Welche Risiken?
  5. Wirt­schaft­li­che Analyse. In­ves­ti­ti­ons­plan, Kos­ten­struk­tur, Erlöspfad, Amor­ti­sa­ti­on, Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se.
  6. Recht­li­che Analyse. Ge­neh­mi­gun­gen, Kon­zes­sio­nen, Re­gu­la­to­rik, steu­er­li­che Ein­ord­nung, ver­trag­li­che Rah­men­be­din­gun­gen.
  7. Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Analyse. Auf­bau­or­ga­ni­sa­ti­on, Per­so­nal­be­darf, Pro­zess­land­schaft, IT-An­for­de­run­gen.
  8. Risiko­analyse. Top-Risiken mit Ein­tritts­wahr­schein­lich­keit, Wirkung und Ge­gen­maß­nah­me.
  9. Hand­lungs­emp­feh­lung. Um­set­zungs­va­ri­an­te, Mei­len­stein­plan, Voraus­setzungen, Go/No-Go-Kriterien.

Ablauf — Von der Fragestellung zur Entscheidungsreife

Phase 01 — Ein­ord­nung. Ent­schei­dungs­rah­men, Adres­sa­ten und Tiefe klären. Welche Fragen muss die Studie be­ant­wor­ten? Welche Daten sind verfügbar?

Phase 02 — Ar­chi­tek­tur. Stu­di­en­ge­rüst aufbauen, Re­cher­chefra­gen for­mu­lie­ren, Da­ten­quel­len de­fi­nie­ren, Interview-Partner iden­ti­fi­zie­ren, Mei­len­stein­plan festlegen.

Phase 03 — Aus­ar­bei­tung. Da­ten­samm­lung, In­ter­views, Recherche, Be­rech­nun­gen, Risiko­analyse, Er­stel­lung der Kapitel, Er­ar­bei­tung der Hand­lungs­emp­feh­lung.

Phase 04 — Übergabe. Kon­sis­tenz­prü­fung, Adres­sa­ten­ge­rech­te Ver­dich­tung im Manage­ment Summary, visuelle Auf­be­rei­tung, Übergabe als ein­satz­rei­fe Entscheidungs­vorlage.

Was die Tiefen-Stufen konkret abdecken

PITCH & PAPER bietet jeden Service in drei Tiefen — Basis, Referenz, Opus. Die folgenden Bausteine ent­schei­den, welche Tiefe Sie brauchen:

Vor­ha­bens­be­schrei­bung und Ziel­set­zung. Basis: enthalten · Referenz: enthalten · Opus: enthalten.

Tech­ni­sche Analyse. Basis: Grund­fas­sung · Referenz: enthalten · Opus: Mit Al­ter­na­ti­ven­ver­gleich.

Wirt­schaft­li­che Analyse. Basis: Kos­ten­rah­men · Referenz: Voll­kal­ku­la­ti­on · Opus: Mit Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se.

Recht­li­che Analyse. Basis: nicht enthalten · Referenz: Struk­tu­rel­le Ein­ord­nung · Opus: Mit Ge­neh­mi­gungs­fahr­plan.

Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Analyse. Basis: nicht enthalten · Referenz: enthalten · Opus: enthalten.

Markt- und Be­darfs­ana­ly­se. Basis: nicht enthalten · Referenz: Basis · Opus: Mit Pri­mär­re­cher­che.

Risiko­analyse. Basis: Kurzform · Referenz: Voll­ma­trix · Opus: Mit Szenarien.

Hand­lungs­emp­feh­lung. Basis: enthalten · Referenz: enthalten · Opus: Mit Mei­len­stein­plan.

Welche Tiefe für Ihr Vorhaben passt, klären wir in der kos­ten­lo­sen Erst­ein­schät­zung — Faust­re­gel: Basis für interne Anlässe, Referenz für externe Stan­dard­prü­fung, Opus für hohe Adres­sa­ten-Erwartung (Inves­toren, Behörden, formaler Audit).

Machbarkeitsstudie vs. Businessplan vs. Business Case vs. Project Charter

Vier Dokumente, vier Funk­tio­nen. Machbarkeits­studie (Fe­a­si­bi­li­ty Study) klärt vor der In­ves­ti­ti­ons- oder Grün­dungs­ent­schei­dung, ob ein Vorhaben überhaupt tragfähig ist — in vier Di­men­sio­nen: technisch, wirt­schaft­lich, markt­be­zo­gen, or­ga­ni­sa­to­risch. Sie be­ant­wor­tet ‚Können wir das überhaupt?'. Business­plan be­schreibt das gesamte Ge­schäfts­vor­ha­ben mit Strategie, Markt, Or­ga­ni­sa­ti­on und Finanz­plan über 3 bis 5 Jahre — er be­ant­wor­tet ‚Wie machen wir das, und warum lohnt es sich?'. Business Case berechnet die wirt­schaft­li­che Vor­teil­haf­tig­keit einer einzelnen In­ves­ti­ti­on oder Pro­jek­t­op­ti­on gegenüber Al­ter­na­ti­ven — er be­ant­wor­tet ‚Lohnt sich diese Variante mehr als die andere?'. Project Charter (Pro­jekt­auf­trag) ist das interne Kick-off-Dokument für ein konkretes Projekt mit Auftrag, Ziel, Budget, Ver­ant­wort­lich­kei­ten — er be­ant­wor­tet ‚Wer macht was bis wann mit welchem Mandat?'. Die Machbarkeits­studie steht in der Rei­hen­fol­ge vor dem Business­plan und vor dem Business Case.

Machbarkeitsstudie als Anlage zum Förderantrag (KfW, ZIM, EXIST-Forschungstransfer)

Ver­schie­de­ne Förder­programme verlangen oder ak­zep­tie­ren eine Machbarkeits­studie als Antrags-Anlage. KfW-ERP-In­no­va­ti­ons­för­de­rung: für größere Vorhaben mit In­ves­ti­ti­ons-/Tilgungs-Logik wird in der Regel eine Machbarkeits­studie erwartet, die wirt­schaft­li­che Ren­ta­bi­li­tät (NPV, IRR, Payback) und tech­ni­sche Risiken adres­siert. ZIM (Zentrales In­no­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand): bei ko­ope­ra­ti­ven Projekten verlangt die AiF Projekt GmbH eine tech­no­lo­gi­sche Mach­bar­keits­ana­ly­se als Teil des An­trags­do­ku­ments. EXIST-For­schungs­trans­fer Phase II: Machbarkeits­studie ist Pflicht-Anlage zur Phase-I-Ab­schluss­be­richts­be­ur­tei­lung. Horizon Europe (EIC Path­fin­der, EIC Tran­si­ti­on): bei In­no­va­tions-Vorhaben mit höherem tech­ni­schem Risiko erwartet die Kom­mis­si­on eine Pre-Fe­a­si­bi­li­ty-Un­ter­su­chung. Die Machbarkeits­studie wird hier nicht als Ge­fäl­lig­keit, sondern als Risiko-Va­li­die­rung erwartet.

Anwendungsfelder — Industrieinvestition, Energie, Digitalisierung, Standortwahl, M&A-Pre-DD

Machbarkeits­studien decken fünf typische An­wen­dungs­fel­der ab. In­dus­trie­inves­ti­ti­on: Pro­duk­ti­ons-Er­wei­te­rung, neue Anlage, Standort-Ver­la­ge­rung mit CapEx > 500.000 €; Schwer­punk­te: tech­ni­sche Ska­lie­rung, Ge­neh­mi­gungs-Risiko (BImSchG, Bau­leit­pla­nung), Wirt­schaft­lich­keit nach Voll­kos­ten-Rechnung. En­er­gie­pro­jekt: PV-Anlage > 100 kWp, Wär­me­pum­pe-Groß­an­la­ge, Strom­spei­cher, Was­ser­stoff-Anwendung; Schwer­punk­te: En­er­gie­bi­lanz, EEG-Ver­gü­tungs-Logik, Netz­an­schluss-Ver­füg­bar­keit, Förder-Kom­bi­na­ti­on. Di­gi­ta­li­sie­rungs-Projekt: ERP-Migration, KI-Anwendung, IoT-Plattform mit In­ves­ti­ti­on > 200.000 €; Schwer­punk­te: Tech­no­lo­gie-Reife, Make-or-Buy, Da­ten­schutz/Cy­ber­se­cu­ri­ty. Stand­ort­wahl: neue Nie­der­las­sung, Aus­lands­stand­ort, Pro­duk­ti­ons­ver­la­ge­rung; Schwer­punk­te: Markt-Er­schlie­ßung, Kosten-Vergleich, re­gu­la­to­ri­sche Compliance. M&A-Pre-DD: vor der vollen Due Diligence Pre-Check eines Target; Schwer­punk­te: Geschäfts­modell-Plau­si­bi­li­tät, fi­nan­zi­el­le Eckdaten, Risiko-In­di­ka­ti­on. Pro An­wen­dungs­feld un­ter­schei­det sich die Studien-Struktur deutlich.

Häufige Fehler in Machbarkeitsstudien — unklare Annahmen, fehlende Sensitivität, Bestätigungs-Bias

Aus Reviewer-Praxis sind drei wie­der­keh­ren­de Schwächen erkennbar. (1) Annahmen werden im Text genannt, aber nicht in einer eigenen Annahmen-Tabelle do­ku­men­tiert. Reviewer können die Kon­sis­tenz nicht prüfen, An­pas­sun­gen sind schwierig. Saubere Praxis: separate Annahmen-Tabelle mit Quelle, Wert, Va­li­die­rungs-Methodik. (2) Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se fehlt komplett oder be­schränkt sich auf eine Variable. Eine seriöse Studie variiert min­des­tens drei Treiber (In­ves­ti­ti­ons-Höhe, Erlös-Annahme, Betriebs-Kosten) und zeigt das NPV-/IRR-Profil. Tornado-Diagramme sind Standard. (3) Be­stä­ti­gungs-Bias durch Auftrags-Logik. Wer die Studie selbst be­auf­tragt und fi­nan­ziert, hat einen im­pli­zi­ten Anreiz, die Mach­bar­keit zu be­stä­ti­gen. Un­ab­hän­gi­ge Reviews oder Devil's-Advocate-Sections im Anhang re­du­zie­ren den Bias. Eine gut gemachte Machbarkeits­studie zeigt explizit, unter welchen Be­din­gun­gen das Vorhaben NICHT machbar wäre.

Typische Anlässe

Machbarkeitsstudie — Typische Anlässe

In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung Förder­antrag Pro­jekt­vor­stu­die Stand­ort­ent­schei­dung Pro­dukt­ent­wick­lung
Drei Tiefen

Machbarkeitsstudie — in drei Tiefen

Klare Ori­en­tie­rung ohne Preis­druck. Jede Tiefe liefert ein voll­stän­di­ges Ergebnis.

Merkmal Basis Referenz Opus
Vor­ha­bens­be­schrei­bung und Ziel­set­zung
Tech­ni­sche Analyse Grund­fas­sung Mit Al­ter­na­ti­ven­ver­gleich
Wirt­schaft­li­che Analyse Kos­ten­rah­men Voll­kal­ku­la­ti­on Mit Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se
Recht­li­che Analyse Struk­tu­rel­le Ein­ord­nung Mit Ge­neh­mi­gungs­fahr­plan
Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Analyse
Markt- und Be­darfs­ana­ly­se Basis Mit Pri­mär­re­cher­che
Risiko­analyse Kurzform Voll­ma­trix Mit Szenarien
Hand­lungs­emp­feh­lung Mit Mei­len­stein­plan

Die konkrete Tiefe wird in der Erst­ein­schät­zung gemeinsam fest­ge­legt.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Machbarkeitsstudie

Wie un­ter­schei­det sich eine Machbarkeits­studie von einem Business­plan?
Eine Machbarkeits­studie klärt vor der Un­ter­neh­mens­grün­dung oder In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dung die grund­sätz­li­che Trag­fä­hig­keit. Sie ist breiter angelegt (technisch, rechtlich, or­ga­ni­sa­to­risch), geht aber in der wirt­schaft­li­chen Planung weniger tief als ein Business­plan. Der Business­plan baut auf einer positiven Machbarkeits­studie auf — mit aus­for­mu­lier­ter Strategie, de­tail­lier­tem Finanz­plan und ope­ra­ti­ver Um­set­zungs­pla­nung.
Für welche Adres­sa­ten eignet sich das Dokument?
Ge­schäfts­füh­rung, Auf­sichts­rat, Beirat, Ka­pi­tal­ge­ber, Förder­stellen, Pro­jekt­part­ner. Bei öf­fent­li­chen För­de­run­gen (EU, Bund, Land) ist die Fe­a­si­bi­li­ty Study teils formeller Be­stand­teil der An­trags­un­ter­la­gen. Bei privaten In­ves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen dient sie als Grundlage für Gremien- oder Board­be­schlüs­se.
Welche Da­ten­ba­sis brauchen Sie?
Vor­han­de­ne Konzepte, Markt- oder Stand­ort­in­for­ma­tio­nen, tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen, be­stehen­de Kal­ku­la­tio­nen, recht­li­che Ein­schät­zun­gen oder Gutachten (wenn vorhanden). Fehlt etwas, struk­tu­rie­ren wir die Recherche und binden bei Bedarf externe Fach­quel­len ein. Für die recht­li­che Prüfung verweisen wir auf Ihre ju­ris­ti­sche Beratung — wir arbeiten die Ein­schät­zung struk­tu­rell ein.
Wie lange dauert eine Machbarkeits­studie?
Tiefe Basis (fo­kus­sier­te Studie, klar ab­ge­grenz­te Fra­ge­stel­lung): drei bis fünf Wochen. Tiefe Referenz (voll­stän­di­ge Vier-Di­men­sio­nen-Analyse): fünf bis zehn Wochen. Tiefe Opus (Groß­pro­jekt mit Szenarien, Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se und externen Gutachten): zehn bis zwanzig Wochen.
Ist eine Machbarkeits­studie för­der­fä­hig?
Ja. Viele In­no­va­tions- und In­ves­ti­ti­ons­för­der­pro­gram­me be­zu­schus­sen explizit Vor­stu­di­en. Bei EU-Pro­gram­men wie Horizon Europe ist die Fe­a­si­bi­li­ty Study oft Be­stand­teil der ersten Phase. Bei Bun­des­pro­gram­men wie dem Zentralen In­no­va­ti­ons­pro­gramm Mit­tel­stand (ZIM) können Vor­stu­di­en über FuE-Projekte gefördert werden. Die För­der­fä­hig­keit Ihres konkreten Vorhabens prüfen wir gemeinsam in der Erst­ein­schät­zung.
Wer trifft am Ende die Ent­schei­dung?
Die Ent­schei­dung trifft immer der Auf­trag­ge­ber — Ge­schäfts­füh­rung, Gremium, Ka­pi­tal­ge­ber. PITCH & PAPER liefert die Grundlage, auf der diese Ent­schei­dung tragfähig getroffen werden kann. Die Hand­lungs­emp­feh­lung der Studie ist begründet, aber nicht bindend — sie dient als struk­tu­rier­te Ein­ord­nung, nicht als Be­vor­mun­dung.
Wann ist eine Machbarkeits­studie als Förder­antrag-Anlage Pflicht?
Bei KfW-ERP-In­no­va­ti­ons­för­de­rung mit höherem tech­ni­schem Risiko, bei ZIM-Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jek­ten ab de­fi­nier­ter Vorhabens-Größe, bei EXIST-For­schungs­trans­fer Phase II, bei Horizon Europe EIC Path­fin­der/Tran­si­ti­on. Auch bei nicht-pflich­ti­gen Pro­gram­men kann eine Machbarkeits­studie die Be­wil­li­gungs­wahr­schein­lich­keit deutlich erhöhen.
Wie tief muss die Wirt­schaft­lich­keits­ana­ly­se sein — NPV, Payback, Szenarien?
Standard für mittlere In­ves­ti­tio­nen: NPV bei 8–12 % Kal­ku­la­ti­ons­zins­fuß, Payback (statisch und dynamisch), IRR, min­des­tens drei Szenarien (Base/Best/Worst) mit Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se auf 3–5 Treibern. Bei größeren In­ves­ti­tio­nen zu­sätz­lich Real-Optionen-Bewertung oder Monte-Carlo-Si­mu­la­ti­on.
Kann eine Machbarkeits­studie selbst gefördert werden?
Teilweise ja. Über BAFA-Be­ra­tungs­för­de­rung kann eine Machbarkeits­studie als Teil einer ganz­heit­li­chen Be­ra­tungs­maß­nah­me gefördert werden (50–80 % Zuschuss, max. 2.800 €). Bei einigen Bun­des­län­dern exis­tie­ren spezielle Programme für Vor-Studien (z. B. In­no­va­ti­ons­gut­schei­ne). Bei größeren Vorhaben sind de­di­zier­te Förder­programme für die Vor-Studie selbst die Ausnahme.
Welche Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se erwartet die KfW bei einer Machbarkeits­studie 2026?
Min­des­tens drei Treiber-Va­ria­tio­nen (In­ves­ti­ti­ons-Höhe, Erlös-Annahme, Betriebs-Kosten) mit NPV-/IRR-Profil. Bei größeren In­ves­ti­tio­nen zu­sätz­lich Real-Optionen-Bewertung oder Monte-Carlo-Si­mu­la­ti­on. Tornado-Diagramm als Standard-Vi­sua­li­sie­rung. Ohne Sen­si­ti­vi­tät ist die Studie un­voll­stän­dig.
Was kostet eine Machbarkeits­studie 2026 für ein Energie- oder In­dus­trie­pro­jekt?
En­er­gie­pro­jekt mittlerer Größe (PV-Anlage >100 kWp, Wär­me­pum­pe-Groß­an­la­ge, Strom­spei­cher): auf Anfrage — in­di­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on nach kos­ten­lo­ser Erst­ein­schät­zung. Inkl. tech­ni­sche Mach­bar­keit, Wirt­schaft­lich­keit (NPV/IRR/Payback), EEG-Ver­gü­tungs-Logik, Netz­an­schluss-Ver­füg­bar­keit, Förder-Kom­bi­na­ti­on. In­dus­trie­inves­ti­ti­on (Pro­duk­ti­ons-Er­wei­te­rung CapEx >500.000 €): auf Anfrage — in­di­vi­du­el­le Kal­ku­la­ti­on nach kos­ten­lo­ser Erst­ein­schät­zung. Inkl. Voll­kos­ten-Rechnung, Ge­neh­mi­gungs-Risiko (BImSchG, Bau­leit­pla­nung), Sen­si­ti­vi­täts-Analyse.
Welche Förder­programme 2026 verlangen eine Machbarkeits­studie als Antrags-Anlage?
KfW-ERP-In­no­va­ti­ons­för­de­rung bei größeren Vorhaben mit In­ves­ti­ti­ons-/Tilgungs-Logik. ZIM-Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jek­te (tech­no­lo­gi­sche Mach­bar­keits­ana­ly­se als Teil der An­trags­map­pe). EXIST-For­schungs­trans­fer Phase II (als Pflicht-Anlage zur Phase-I-Ab­schluss­be­richts­be­ur­tei­lung). Horizon Europe EIC Path­fin­der/Tran­si­ti­on (Pre-Fe­a­si­bi­li­ty-Un­ter­su­chung erwartet). Bei nicht-pflich­ti­gen Pro­gram­men erhöht eine Machbarkeits­studie die Be­wil­li­gungs­wahr­schein­lich­keit deutlich.
Was gehört zu einer Machbarkeits­studie?
Sechs Standard-Di­men­sio­nen: (1) Tech­ni­sche Mach­bar­keit (vor­han­de­ne Tech­no­lo­gien, Tech-Reife-Level TRL, tech­ni­sche Risiken); (2) Wirt­schaft­li­che Mach­bar­keit (In­ves­ti­ti­ons-Volumen, NPV/IRR/Payback, Sen­si­ti­vi­täts­ana­ly­se mit drei Treibern); (3) Recht­li­che Mach­bar­keit (Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren, Compliance-An­for­de­run­gen, Bau­leit­pla­nung, re­gu­la­to­ri­sche Hürden); (4) Or­ga­ni­sa­to­ri­sche Mach­bar­keit (Per­so­nal­be­darf, Schnitt­stel­len, Projekt-Go­ver­nan­ce); (5) Markt-Mach­bar­keit (Markt­grö­ße, Kon­kur­renz, Kun­den­ak­zep­tanz mit Pri­mär­erhe­bung); (6) Risiko-Analyse mit Mi­ti­ga­ti­on-Strategie und Stop-/Go-Triggern.
Was ist das Ziel einer Machbarkeits­studie?
Ent­schei­dungs-Grundlage vor In­ves­ti­ti­on: Go/No-Go-Ent­schei­dung mit quan­ti­fi­zier­ter Risiko-Lage. Bei Förder­anträgen: Anlage zum Antrag (KfW-ERP-In­no­va­ti­ons­för­de­rung bei größeren Vorhaben, ZIM-Ko­ope­ra­ti­ons­pro­jek­te, EXIST-For­schungs­trans­fer Phase II, Horizon Europe EIC Path­fin­der/Tran­si­ti­on). Bei Inves­torengesprächen: Pre-Due-Diligence-Check. Intern: Konsens im Manage­ment-Team vor Auf­trags­er­tei­lung. Ohne Machbarkeits­studie sind In­ves­ti­tio­nen >500.000 € typisch nicht frei­ga­be­fä­hig in Konzern-Struk­tu­ren oder bei größeren Mit­tel­ständ­lern.
Pri­mär­quel­len

Offizielle Quellen und Programm-Eigentümer

Di­rekt­links zu den ver­bind­li­chen Rah­men­do­ku­men­ten und Auf­sichts­stel­len.

Branchen

Machbarkeitsstudie nach Branche

Aus­ge­wähl­te Kontexte für bran­chen­spe­zi­fi­sche An­for­de­run­gen und typische Rah­men­be­din­gun­gen.

Anlass

Machbarkeitsstudie nach Anlass

Nächster Schritt

Wenn der Anlass real ist, sollte die Unterlage es auch sein.

Be­schrei­ben Sie kurz den Anlass und Adres­sa­ten. Danach ist klar, welche Tiefe sinnvoll ist.

Erst­ein­schät­zung erhalten